"Die Ostsee muss ein Meer des Friedens sein!" Mit diesem Slogan pries sich die DDR als Land der Entspannung und Abrüstung. Leider war das nicht nur ein Propaganda-Spruch. Der Satz aus den 70ern gilt heute mehr denn je. Rund 6.000 Kilometer sind wir in den letzten Wochen rund um das Baltische Meer gefahren. Idyllische Buchten und Strände, malerische Städte und teilweise überraschend unberührte Landschaften - aber eben auch eine fast spürbare Spannung in der Luft. Vor allem in den baltischen Staaten sind Solidaritätsbekundungen mit der Ukraine allgegenwärtig - während über uns NATO-Jets patrouillierten. Auch das Bekenntnis dort zur EU ist ständig präsent - anders als in Polen, wo man sich im Wesentlichen nur um den eigenen Nationalismus zu drehen scheint.
Dabei stehen die Ostsee-Anrainer top da. Dänemark, Schweden und Finnland landen nicht umsonst in allen Lebenshaltungsrankings immer wieder ganz weit vorne. Und auch die südlichen Ostsee-Staaten haben sich seit ihrer Unabhängigkeit und EU-Mitgliedschaft stark entwickelt (und uns etwa bei der Digitalisierung teilweise sogar überholt). Insgesamt eine faszinierende Tour mit vielen neuen Erkenntnissen und schönen Momenten. Kann man nur die Daumen drücken, dass die Ostsee tatsächlich ein Meer des Friedens bleibt. In diesem Reiseblog findet Ihr einige unserer Erlebnisse und Bilder. Ein - natürlich - sehr subjektiver Blick auf eine Region, die derzeit leider mehr im Brennpunkt steht, als ihr selbst lieb ist.
